Barrierefrei Symposium

"Barrierefreiheit beginnt im Kopf!"

Mit dieser Aussage hat Michael Knaus nicht nur die Vortragsreihe eröffnet - dieses Zitat hat sich wie ein roter Faden durch die zwei Symposiumstage gezogen. 

 

Die knapp 30 Teilnehmer erwartete ein dicht gedrängtes Programm an Referaten und Workshops. 

Karin Stöckler und Michael Knaus vom ÖZIV Vorarlberg und Tirol haben einen Überblick über die Situation in Österreich gegeben. Im Zentrum standen dabei der Zugang zu sportlichen Aktivitäten in der Natur.

Der zweifache Para-Olympiasieger Mario Oehme zeigte Probleme und Möglichkeiten der Para-Bogensportler in Österreich und Deutschland auf, gab Ideen für die Weiterentwicklung mit,  und hat die erforderlichen Maßnahmen angesprochen. Die Ausbildungsleiterin Angelika Brunner vom ÖBSV referierte über die Grundlagen, Möglichkeiten und Herausforderungen, die der Para-Bogensport mit sich bringt, aber auch die Erkenntnis, dass es sich so unterschiedlich gar nicht darstellt.

Den Abschluss des ersten Symposiumtages haben Thomas Flax vom RSC Altach und Lena Prassl vom LZH  Dornbirn vollendet. Thomas Flax hat den Anwesenden Fragen beantwortet, die man normalerweise einem Rollstuhlfahrer eher nicht stellen würde. Lena Prassl hat den Umgang mit Hörgeschädigten bzw. Gehörlosen erklärt.

 

Am zweiten Tag hat der  Parasport erfahrene Physiotherapeut Alexander Aichner einen intensiven Vortrag über Anatomie und Rückenmarksverletzungen gehalten. Die folgenden Übungen für stehende und sitzende Schützen haben unter anderem körpereigene Erkenntnisse über noch nicht erahnte Muskelpartien eröffnet.

 

Den Abschluss bildeten theoretische und praktische Einheiten im Blindenbogenschießen. Auch dabei war die Selbsterfahrung Grund für ein AHA-Erlebnis.

 

Alles in allem wurde ein unglaublicher Spirit freigesetzt und der Impuls für eine ganze Reihe an Projekten gegeben. 

 

Wir, hier in der OASE-K77 in Klösterle am Arlberg, werden alles dafür tun, dass wir die geplanten Projekte zur Umsetzung und weitere Ideen auf den Weg bringen.

Als nächstes Projekt ist in Klösterle am Arlberg der erste rollstuhltaugliche 3D-Jagdbogenparcours in Europa geplant. Aus diesem Grund haben sich die sitzenden und stehenden Teilnehmer aufgemacht, um das Gelände zu begehen bzw. zu befahren. Trotz Regen und herbstlichen Temperaturen wurden Ideen und Pläne geschmiedet, Lösungen erarbeitet und die unbedingte Umsetzung dieses Projekts gefordert.

Die Quintessenz dieses Symposiums aber war, dass sich der Bogensport für eine funktionierende Inklusion als ideale Sportart auszeichnet, sich die Erkenntnisse aus Muskelaufbau und Anatomie von Querschnittgelähmten auf Fußgänger im Training übernehmen lassen und daher in den Lehrplan für Übungsleiter in Österreich übernommen werden können. Zu guter Letzt haben sich völlig neue Wege und Ideen in der Parcoursgestaltung für Rollstuhlfahrer, Gehörlose, aber auch Blinde eröffnet.

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